Das war die ESF Jahrestagung 2011

Am 16. November fand im FH Campus Wien die ESF Jahrestagung 2011 statt. Das Thema „Innovation: Wege in die Zukunft“. Rund 250 TeilnehmerInnen besuchten die Fachveranstaltung und nutzten die Gelegenheit zum Vernetzen.
Sektionschef Roland Sauer (BMASK) betonte in seiner Eröffnungsrede: „Innovation ist zu einem Schlüsselbegriff von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft geworden. Durch Innovation entstehen neue Arbeitsplätze und die Lebensqualität der Menschen kann gesteigert werden“. Für Roland Sauer ist die Innovationskraft des ESF in Österreich unumstritten und „sie wird auch weiterhin einen hohen Stellenwert haben“. Denn: „Vom Gesamtvolumen des ESF von rund 1,1 Milliarden Euro werden in der aktuellen Förderperiode rund 130 Millionen Euro speziell für innovative Projekte eingesetzt.“

Europäische Perspektive
Direktor Peter Stub Jorgensen, EU-Kommission, zuständig für den ESF in den EU-Mitgliedsländern, skizzierte die Schwerpunkte des ESF für die neue Strukturfondsperiode. Diana Angermüller, EU-Kommission, referierte über den Stellenwert von sozialer Innovation innerhalb der EU 2020 Strategie. Harry Gatterer vom Zukunftsinstitut Österreich präsentierte die Trend- und Chancenfelder für Österreich.

Die von Kurier-Journalistin Sandra Baierl geleitete Podiumsdiskussion mit Manuela Geleng (EU-Kommission), Petra Draxl (BMASK), Karina Küblböck (ÖFSE), Harry Gatterer (Zukunftsinstitut) und Herbert Buchinger (AMS), ging der Frage nach: „Welche Innovationen braucht unsere Gesellschaft im Bereich Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik?“. Heuer erstmals zu Gast bei der ESF Jahrestagung waren VertreterInnen aus ESF geförderten Projekten aus Deutschland, Ungarn, Polen und den Niederlanden.

Impulse durch den ESF
Am Nachmittag besuchte Bundesminister Rudolf Hundstorfer die Tagung und unterstrich die Bedeutung des ESF für Österreich: „Der Europäische Sozialfonds ist ein wichtiges Instrument der Arbeitsmarktpolitik an der Schnittstelle zu Bildungs- und Sozialpolitik. Erfreut zeigte sich der Sozial- und Arbeitsminister über die Entwicklung der Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent, speziell der Jugendarbeitslosigkeit. Österreich belege erneut den ersten Platz innerhalb der europäischen Staaten. „Mit einer Jugendarbeitslosenquote von 7,1 Prozent liegt Österreich sogar an erster Stelle innerhalb Europas“. Dieser Erfolg ist eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges, „dass jeder Jugendliche, der oder die eine Lehrstelle sucht, auch eine Lehrstelle oder einen Ausbildungsplatz bekommt“. Der weitere Nachmittag stand dann ganz im Zeichen des Arbeitens und Vernetzens. In sechs Workshops diskutierten die TeilnehmerInnen, wie weitreichend Innovation sein soll und welche sozialen und rechtlichen Bedingungen dafür notwendig sind.

Innovation als Querschnittthema
Innovative Maßnahmen müssen vor allem jene Zielgruppen erreichen, bei denen bewährte Methoden nicht mehr greifen. Außerdem müsste das Bildungssystem den neuen gesellschaftspolitischen Veränderungen angepasst werden. Einig war man sich auch darüber, dass innovative Maßnahmen sowohl durch Institutionen-übergreifende Prozesse als auch durch einen „bottom-up“ Ansatz umgesetzt werden müssen. Arbeitsmarktferne Personen können nur durch personenbezogene, auf aktuelle Entwicklungen und zukunftsorientierte Arbeitsmarktbedürfnisse reagierende Politiken unterstützt werden. Christian Operschall und Petra Draxl (beide BMASK) beendeten die ESF Jahrestagung mit den Worten:„Wir sind sehr stolz, dass wir wichtige Schritte geschafft haben, etwa im Bereich Übergang Schule-Beruf, mit den Produktionsschulen oder der Bedarfsorientierten Mindestsicherung – um nur einige zu nennen. Von der ESF-Tagung 2011 gehen bereits heute wichtige Impulse für die Planung der nächsten Programmperiode ab 2014 aus.“

Die nächste ESF-Jahrestagung kommt bestimmt. Sie findet am 13. November 2012 statt.

Folgende Unterlagen stehen Ihnen als Download zur Verfügung:
Präsentation Harry Gatterer
Präsentation Diane Angermüller
Redeunterlage Direktor Peter Stub Jorgensen
Redeunterlage SC Roland Sauer, BMASK
Redeunterlage Bundesminister Rudolf Hundstorfer, BMASK
Ergebnisposter WS Projektarbeit
Ergebnisposter WS Arbeitsmarktpolitik
Ergebnisposter WS Bildung
Ergebnisposter WS Soziale Innovationen
Ergebnisposter WS Evaluierung
Ergebnisposter WS Visionen

Fotos zur Tagung sehen Sie auf flickr.
Der Tagungsfilm folgt.

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