ESF-Innovationspreis 2013 vergeben

Bundesminister Rudolf Hundstorfer zeichnet erfolgreiche Beschäftigungs- und Bildungsprojekte aus Österreich aus.

Im Rahmen einer kleinen Feier zeichnete Bundesminister Rudolf Hundstorfer heute Vormittag in der Urania in Wien innovative Beschäftigungs- und Bildungsprojekte aus ganz Österreich aus, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) ermöglicht werden.

Siegerprojekt kommt aus Wien

Den ESF-Innovationsaward 2013 gewinnt heuer das Projekt „space!lab3“. Dieses niederschwellige arbeitsmarktpolitische Angebot setzt an der Schnittstelle offene Jugendarbeit und arbeitsmarktpolitische Einrichtung an. Jugendliche bekommen hier die Chance, erste berufliche Orientierung und praktische Arbeitserfahrungen zu sammeln. So konnten die Jugendlichen beispielsweise in der Seestadt Aspern – Europas größtes Stadtentwicklungsgebiet – unter Anleitung von StadtplanerInnen und LandschaftsarchitektInnen, gemeinsam Arbeiten der Landschaftspflege umsetzen. space!lab3 hat die Fachjury überzeugt und auch im Rahmen des Publikumsvotings die meisten Stimmen erhalten. Projektträger von space!lab3 sind: der Verein Wiener Jugendzentren, das WUK, Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser und die Volkshilfe Beschäftigung. www.spacelab.cc

Weiterbildung in ländlichen Regionen

Platz zwei des ESF-Innovationsawards 2013 geht an „connecting communities“, ein ESF ko-finanziertes Projekt der Frauenstiftung Steyr. connecting communities motiviert Frauen mit Migrationshintergrund in Oberösterreich, der Steiermark und Kärnten zu Aus- und Weiterbildung. So werden in gemeinsamen Workshops mit dem Freien Radio B 138 Radiosendungen in Muttersprache und in Deutsch gestaltet.

Den dritten Platz belegt das Projekt „Arbeitslust statt Wartefrust“ aus Kärnten. In diesem vom ESF, dem AMS und dem Land Kärnten ko-finanzierten Projekt erhalten arbeitslos gewordenen ältere Personen eine eineinhalb Jahre lange Anstellung bei einem gemeinnützigen Dienstgeber. Das Projekt „Arbeitslust statt Wartefrust“ wird von der gemeinnützige GmbH „4everyoung“ aus Klagenfurt umgesetzt.

Platz vier belegt ESPRIS aus dem Salzkammergut. Dieses Projekt entwickelt vielfältige Aktivitäten zu den Themen Sprache und Mehrsprachigkeit in der Region Salzkammergut. Projektträger ist das Bildungszentrum Salzkammergut, gemeinsam mit dem Institut COMMIT und dem freien Radio Salzkammergut.

Platz fünf geht an Mia_san des Vereins mafalda – Verein zur Unterstützung von jungen Mädchen und Frauen aus der Steiermark_ und dem Verein uniT. Das ESF-Projekt Mia_san entwickelte ein Modul zur Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten von jungen Mädchen mit Migrationshintergrund und verbindet das Erlernen der Sprache mit theaterpädagogischen Methoden.

Hundstorfer: „Arbeitsmarktpolitik für Junge und Ältere ausbauen“

Mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) hat Österreich ein wichtiges, ergänzendes Instrument für die Umsetzung seiner arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen “, so Sozialminister Rudolf Hundstorfer.

„Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und die verstärkte Integration der Älteren in die Arbeitswelt sind mir zwei besonders wichtige Anliegen. Darum wollen wir im nächsten Regierungsübereinkommen auch eine „Beschäftigungs-garantie für Ältere“ verankern“, betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer in seiner Rede bei der Verleihung der ESF-Innovationsawards 2013 in der Urania Wien.
Pressefoto unter www.esf.at zum Herunterladen. ©Schedl

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Mag. Norbert Schnurrer, Pressesprecher des Sozialministers
Tel.: +43 1 71100-2246
norbert.schnurrer@bmask.gv.at

Europäischer Sozialfonds(ESF)
Der Europäische Sozialfonds (ESF) steht seit mehr als 50 Jahren für Beschäftigung, aktive Arbeitsmarktpolitik und den Kampf gegen Diskriminierungen jeglicher Art auf dem Arbeitsmarkt. Der von Sozialminister Rudolf Hundstorfer im Jahr 2011 ausgerufene ESF-Innovationsaward wird 2013 bereits zum dritten Mal vergeben. Der Preis zeichnet besonders innovative Beschäftigungs- und Bildungsprojekte des ESF aus. Das Siegerprojekt des ESF-Innovationsaward erhält neben der begehrten ESF-Innovationstrophäe, gestaltet von gabarage – upcycling design, ein Preisgeld von 2.500 Euro. Das zweit- und drittgereihte Projekt wird mit einem Preisgeld von 1.300 bzw. 1.000 Euro ausgezeichnet und erhält eine Urkunde. Mehr über den Europäischen Sozialfonds (ESF) in Österreich, seine Projekte und Aufgaben erfahren auf der Webseite: www.esf.at