ESF 2014-2020

Am 28. November 2014 hat die Europäische Kommission das operationelle Programm Österreichs zur Umsetzung des Europäischen Sozialfonds (ESF) für 2014-2020 genehmigt.

Das ESF OP

Das „Operationelles Programm Beschäftigung Österreich 2014-2020“ (ESF OP) richtet sich an der „Europa 2020“-Strategie und dem Nationalen Reformprogramm aus. Die für den ESF wesentlichen EU-2020 Ziele sind die Steigerung der Erwerbsbeteiligung, die Verringerung der Schulabbrüche und die Bekämpfung der Armut. Das ESF Budget für Österreich 2014-2020 beträgt über 442 Millionen Euro (442.087.353 €) plus Kofinanzierung durch nationale Partner.

Das Operationelle Programm des ESF definiert thematische Ziele anhand von drei Prioritätsachsen: (1) Die Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte, (2) die Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung und (3) Investition in Bildung, Ausbildung und Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges Lernen. Jedem Ziel sind sogenannte „Investitionsprioritäten“ zugeordnet, die die Schwerpunkte bei den Aktivitäten und damit den Mitteleinsatz bestimmen. Anders als in der Förderperiode 2007-2013 ist das Burgenland erstmalig im OP 2014+ als eigene Prioritätsachse (4) integriert. Das Burgenland hat als einziges Bundesland den Status „Übergangsregion“ und wird regionale Prioritäten setzen.

Eine umfangreiche Übersicht zu den ESF Investitionsprioritäten 2014-2020 gibt es hier.

Querschnittsthemen

Querschnittsthemen sind Themen, die in allen Fördermaßnahmen des ESF berücksichtigt werden. Eines der wichtigsten ist hier das Thema Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung. Die aktive soziale Eingliederung bildet ein Leitprinzip des österreichischen ESF Programms. Dieses zielt demnach auf die aktive Einbindung insbesondere von benachteiligten bzw. von Ausgrenzung bedrohten Personengruppen ab. Barrierefreiheit im umfassenden Sinne ist eine essentielle Voraussetzung für die Chancengleichheit und Nicht-Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. Daher kümmert sich der ESF um geeignete Maßnahmen, die den gleichberechtigten Zugang zur physischen Umwelt, zu Transportmitteln, Information und Kommunikation, einschließlich Informations- und Kommunikationstechnologien, sowie zu anderen Einrichtungen, Produkten und Dienstleistungen gewährleisten.

Auch die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern ist im Sinne von Gender Mainstreaming ein durchgängiges Leitprinzip des österreichischen ESF Programms. Für die geförderten Maßnahmen bedeutet dies, dass es keine Benachteiligung aufgrund des Geschlechts geben darf. Das österreichische ESF-Programm unterstützt das Thema Gleichstellung zusätzlich auch als spezifisches Ziel im Rahmen von Beschäftigungsmaßnahmen.

Bei der Ausschreibung und Vergabe öffentlicher Aufträge wird ebenfalls überprüft inwieweit die Anwendung grüner Kriterien und des Querschnittthemas „Nachhaltige Entwicklung“ relevant ist, und im Bedarfsfeld bei der Vergabe entsprechend berücksichtigt.

Begleitausschuss

Zur Sicherstellung der effektiven und ordnungsgemäßen Durchführung des Operationellen Programms wurde auf Grundlage des Art. 47 der Verordnung (EU) Nr. 1303/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates ein Begleitausschuss eingerichtet. Der Begleitausschuss wird vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz als Verwaltungsbehörde geleitet und besteht u.a. aus VertreterInnen der Zwischengeschalteten Stellen (Förderstellen), der Sozialpartner, Nichtregierungsorganisationen und der Europäischen Kommission.

Verzeichnis des Begleitausschusses