13. Mai 2026

Die neue EU-Anti Poverty Strategie

Die am 6.Mai 2026 vorgestellte Anti-Poverty Strategy ist die erste umfassende EU-Strategie zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Ziel ist es, die Zahl der von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffenen Menschen bis 2030 deutlich zu reduzieren und langfristig Armut in Europa zu überwinden. Denn Armut bedeutet weit mehr als fehlendes Einkommen. Sie beeinflusst Bildungswege, Gesundheitschancen, gesellschaftliche Teilhabe und Zukunftsperspektiven.

Die aktuellen Eurostat-Daten zeigen: In Österreich sind rund 18 % der Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen – EU-weit liegt der Durchschnitt bei 20,9 %. Auch wenn Österreich damit unter dem europäischen Schnitt liegt, machen die Zahlen deutlich: Jede fünfte Person in Europa ist betroffen. Das zeigt, wie wichtig langfristige Investitionen in soziale Teilhabe, Bildung und Chancengleichheit weiterhin sind.

Armut ganzheitlich betrachten

Die Strategie versteht Armut nicht nur als finanzielle Notlage, sondern auch als Frage von Bildung, Wohnen, Gesundheit, Zugang zu Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Ein Schwerpunkt liegt darauf, Menschen bessere Zugänge zu Bildung, Beschäftigung, sozialen Dienstleistungen und leistbarem Wohnraum zu ermöglichen. Besonders im Fokus stehen Kinder, ältere Menschen und vulnerable Gruppen. Die Strategie betont ausdrücklich, dass Lösungen nicht nur „für“, sondern gemeinsam mit betroffenen Menschen entwickelt werden sollen. Mitgliedstaaten, Sozialpartner, Zivilgesellschaft und EU-Institutionen sollen künftig stärker gemeinsam an der Bekämpfung von Armut arbeiten.

Viele der Ziele der neuen EU Anti-Poverty Strategy spiegeln sich bereits in den ESF+-Projekten in Österreich wider: Qualifizierung, Arbeitsmarktintegration, aktive Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe stehen seit Jahren im Mittelpunkt zahlreicher Initiativen.

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